». . . daß Ihre Fragen« — er trank einen Schluck ganz kalten Tee — »gegen die — Parteidisziplin verstoßen . . .« Er schritt gegen die offene Türe des Nebenzimmers, in die Dunkelheit . . .

»Aber was für Disziplin — mir gegenüber, Kolenka!« — Soja Sacharowna stützte das Gesicht mit den Händen und beugte den Kopf nach unten . . . »Bedenken Sie es doch . . .«

»Früher hatte es zwischen uns keine Geheimnisse gegeben . . .«

Das sagte sie zu sich selbst, denn Lipantschenko befand sich im dunkeln Schlafzimmer.

Aber bald erschien er wieder in der Tür und sie fuhr fort:

»Das hatten Sie mir nie gesagt, daß wir uns miteinander nicht unterhalten dürfen, daß Sie vor mir Geheimnisse haben . . .«

»Nichts weiter: es ist niemand im Schlafzimmer«, unterbrach er sie.

»Ich werde belästigt: man kommt mir mit Fragen, mit Anspielungen . . . Und diese Blicke oft . . .«

Pause.

»Sollte ich da nicht fragen? . . . Warum schrien Sie mich so an? Was hab’ ich gemacht, Kolenka? . . . Liebe ich Sie denn nicht? Respektiere ich Sie denn nicht?«