Er sprang auf! Im Nu war er beim Schrank! Der Schrank wurde aufgerissen; ein Gegenstand nach dem anderen flog auf den Teppich; aber auch da befand sich die — Sardinenbüchse nicht; wie ein Wirbelwind fuhr er im Zimmer umher; durch die Heftigkeit seiner Bewegungen, (ähnlich denen seines exzellenten Vaters) und die Kleinheit seines Wuchses erinnerte er sehr an einen flinken Affen. In der Tat: das Schicksal hat ihm einen bösen Streich gespielt; er rannte aus einem Zimmer in das andere; vom Bett (wo er unter den Kissen, unter der Decke, unter der Matratze suchte) lief er zum Kamin: hier beschmierte er sich die Hände mit Asche; vom Kamin eilte er wieder zu den Bücherregalen (mit leichtem Knistern glitten die seidenen Vorhänge auf ihren kleinen Messingringen zur Seite); er untersuchte die Bücherreihen und mancher Band, flog mit rasselndem Gepolter zu Boden.

Doch die Sardinenbüchse war nirgends zu finden, nirgends.

Bald saß er kauernd, das Gesicht mit Asche und Staub bedeckt, vor einem auf dem Boden aufgestapelten Haufen aller möglicher Gegenstände, die er mit seinen langen, schlanken, spinnenfühlerähnlichen Fingern nacheinander berührte.

In dieser Pose wurde er vom hereingestürmten Ssemjonytsch überrascht:

»Nikolai Apollonowitsch! . . . Gnädiger junger Herr! . . .«

Nikolai Apollonowitsch wandte sich um, noch immer kauernd; mit unwillkürlicher Bewegung breitete er beim Eintritt des Dieners seinen italienischen Überwurf über den Haufen und sah aus wie eine auf den Eiern sitzende Henne: seltsam tot und unbeweglich hoben sich die flachsweißen Haare, wie ein gelber Fleck vom Halbdunkel der Umgebung ab.

»Was ist?«

»Ich gestatte mir . . .«

»Lassen Sie mich, Sie sehen, daß ich beschäftigt bin . . .«

Mit dem weitausgezogenen Mund ähnelte er dem Leoparden, der mit offenem Rachen bewegungslos auf dem Boden lag.