Und plötzlich, was ist das?: Er fühlte eine warme Hand auf seiner Hand, seine Hand wurde gestreichelt . . . Hm, hm, hm: Apollon Apollonowitsch wurde verlegen; er wurde verlegen, ja er erschrak sogar; es wurde ihm beinahe ein wenig unbehaglich . . . Hm, hm: es werden schon an die anderthalb Jahrzehnte sein, daß man mit ihm nicht so umgegangen war . . . Sie hat ihn tatsächlich gestreichelt. . . . Das hatte er wahrlich von dieser . . . Person nicht erwartet. . . Hm, hm . . . (Apollon Apollonowitsch hatte ja in diesen zweieinhalb Jahren diese Person für eine . . . leichtsinnige Person gehalten . . .)
»Ich bin eben im Begriff, meinen Abschied zu nehmen . . .«
Durch das Fenster des Wagens drang das mattgrüne Tageslicht ein; dort ergossen sich wie eine Flut die Menschenwellen übereinander; und diese Menschenflut war eine donnernde Flut.
Hier, an dieser Stelle, hatte er neulich jenen Mann unbestimmter Herkunft erblickt; die Augen dieses Mannes von unbestimmter Herkunft hatten geglänzt und sie hatten ihn erkannt: das war vor etwa zehn Tagen (ja, vor nur zehn Tagen war es: in diesen zehn Tagen hat sich alles verändert; und verändert hat sich auch Rußland!) . . .
In der Tat, wie wunderten sich die Diener!
So erzählte später der Junge Grischka, der gerade in dieser Stunde den Dienst im Vorzimmer versehen hatte:
»Ich sitze so da und zähle an den Fingern, wie viele Wochen noch bis zum Heiligen Nikolaus, dem, der in den Winter fällt . . .«
»Aber geh du mit deinem Nikolaus! So erzähl’ doch einmal!«
»Jawohl, ja: der Heilige Nikolaus ist bei uns im Dorfe ein großer kirchlicher Feiertag . . . Ich sitze also nun so und rechne nach . . . Auf einmal: ein Wagen, direkt vor unsere Tür; ich springe auf; mache also die Tür auf — und: alle Heiligen! — der gnädige Herr, er selbst — in einem Droschkenwagen! (und ein Wagen, sag ich euch!) Und mit ihm eine Dame, schon eine ältere, in einem ganz billigen Redingote.«