Plötzlich unterbrach er sich scharf:

»Macht nichts!«

Und er wurde nachdenklich; er sah Anna Petrowna an; ihre Blicke begegneten sich; sie lächelten einander zu.


Nikolai Apollonowitsch trat in sein Zimmer; er betrachtete mit starrem Blick das arabische Taburett: das inkrustierte Muster aus Elfenbein und Perlmutter. Langsam schritt er zum Fenster: dort zog sich der Fluß hin; ein Kahn schaukelte auf den Wellen; die Wellen schlugen leicht auf den Granit; die Stille des Zimmers wurde plötzlich von Klavierklängen erhellt, die aus der Ferne, aus dem Salon, hereinbrachen; so pflegte sie auch früher zu spielen, unter diesen Klängen pflegte er über den Büchern einzuschlafen.

Nikolai Apollonowitsch blieb vor dem Haufen hingeworfener Gegenstände stehen und dachte qualvoll nach:

»Was bedeutet das . . . Wie ist das möglich . . . Wo konnte ich sie hingetan haben? . . .«

Und — ihm fiel nichts ein.

Schatten, Schatten und Schatten: die Ledersessel grünten hinter den Schatten; eine Büste — Kants natürlich — trat aus den Schatten hervor.

Plötzlich bemerkte er auf dem Schreibtisch einen Briefbogen, der doppelt gefaltet dalag: solche doppelt gefaltete Zettel pflegen Besucher, die den Wirt nicht antrafen, etwas aber mitzuteilen hatten, liegenzulassen; mechanisch griff er nach dem Bogen, mechanisch blickte er auf die ihm bekannte Lichutinsche Schrift. Ja, wahrhaftig: er hatte ganz vergessen, daß Lichutin in seiner Abwesenheit am Vormittag hier gewesen war, alles durchsucht, in den Sachen herumgestöbert hatte. (Lichutin hat es ihm ja selbst bei ihrem peinlichen Zusammentreffen mitgeteilt). . .