Ohne zu wissen warum, lief Nikolai Apollonowitsch von der gähnenden Öffnung zurück und sah sich — er wußte nicht, wo . . . —

Auf dem schneeweißen Bett (direkt auf dem Kopfkissen!) hockte Apollon Apollonowitsch, die nackten Beine an die haarige Brust gedrückt; er war nur mit

dem Nachthemd bekleidet; er hielt mit den Armen die Knie umklammert und — weinte, nein, heulte herzzerbrechend; in der Verwirrung wurde er völlig vergessen; keiner der Diener war bei ihm, nicht einmal Ssemjonytsch; niemand war da, um ihn zu beruhigen; ganz allein, mutterseelenallein saß er da und . . . seine Stimme klang schon ganz heiser . . . —

Nikolai Apollonowitsch sprang zu dem hilflosen Körper hinzu, wie die Amme zu der hingefallenen ihr anvertrauten Dreijährigen hinzuspringt, die sie unbeachtet mitten auf der Landstraße sitzengelassen hatte; doch beim Herannahen des Sohnes machte der kleine hilflose Körper einen jähen Sprung auf seinem Kissen und begann mit den Armen zu fuchteln: mit einem unbeschreiblichen Grauen und unkindlicher Heftigkeit.

Und mit einem einzigen flinken Satz war er bei der Tür und verschwand.

Nikolai Apollonowitsch ihm nach; mit dem Ruf »Halt, halt!« jagte er hinter der kleinen wahnsinnig gewordenen Gestalt her (übrigens: wer von ihnen war der Wahnsinnige?). Beide liefen sie durch den Rauch, an verbrannten Fetzen und gestikulierenden Menschen vorbei, den Korridor entlang; das Nachthemd des Laufenden flatterte in der Luft; die Fersen schimmerten weiß; Nikolai Apollonowitsch hielt mit einer Hand seine Unterhose fest und bemühte sich mit der anderen, den flatternden Rand des väterlichen Nachthemdes zu erhaschen.

Im Laufen rief er:

»So warten Sie doch . . .«

»Wohin, wohin?«