Nikolai Apollonowitsch ging hinaus, bog sich über die Brüstung der Treppe und rief hinunter:

»Sind Sie’s?«

»Der Kostümeur?«

»Vom Kostümeur?«

»Hat er das Kostüm geschickt?«

Und wieder fragen wir von uns aus: Was ist das nur für ein Kostümeur?


Im Zimmer Nikolai Apollonowitschs lag nun ein Karton. Er sperrte die Tür ab; geschäftig zerschnitt er die Kordel; hob den Deckel; dann zog er aus dem Karton: erst eine kleine Maske mit schwarzem Bart aus Spitzen, dann folgte ein hellroter prächtiger Domino mit rauschenden Falten.

Bald stand er, ganz in Atlas und Rot, vor dem Spiegel, die Maske über dem Gesicht hochhaltend, die schwarze Spitze des Bartes verschob sich und fiel auf die Schultern, rechts und links, wie zwei phantastische Flügel; und zwischen den schwarzen Spitzenflügeln blickte aus dem Spiegel qualvoll-seltsam im Halbdunkel des Zimmers das Eigentliche: das Gesicht, sein Gesicht, sein eigenes; Sie würden sagen, dort im Spiegel sah Nikolai Apollonowitsch nicht sich selbst, sondern einen unbekannten, blassen, sehnsuchtskranken — Dämon des Raumes.

Nach dieser Maskerade packte Nikolai Apollonowitsch mit ungemein zufriedenem Gesicht erst den roten Domino, dann auch die Maske in den Karton.