»Warten Sie, ich geh’ mit Ihnen; mir brummt der Schädel. Wir können draußen ungestört weiterreden.«
»Ein vorzüglicher Gedanke.«
Ein scharfes Pochen an die Tür unterbrach ihn, und ehe Nikolai Apollonowitsch fragen konnte, wer da sei, öffnete der halbberauschte Alexander Iwanowitsch die Tür. Hart vor ihm, fast an seine Stirn stoßend, befand sich ein nackter Schädel mit großen, allzu großen Ohren. Der Unbekannte sprang zurück und sah zu Nikolai Apollonowitsch hinüber; doch was er erblickte, war nur . . . eine Friseurladenpuppe: ein blasses, schönes Wachsgesicht mit unangenehmem Lächeln auf dem bis zu den Ohren gehenden Munde.
In der offenen Tür stand Apollon Apollonowitsch, eine riesige Melone unterm Arm . . .
»So—o—o, so—o—o. Ich habe, scheint es, gestört . . . Ich brachte dir dieses Melonchen da, Kolenka . . .«
Es war Tradition des Hauses, daß Apollon Apollonowitsch, wenn er in der Herbstzeit vom Dienst nach Hause fuhr, eine Astrachaner Melone mitbrachte, für die beide, sowohl er wie sein Sohn, eine Passion hatten.
Alle drei bewahrten einen Augenblick Schweigen; während dieses Augenblicks empfand jeder von ihnen ganz offen eine tierische Angst.
»Mein Universitätskollege, Vater . . . Alexander Iwanowitsch Dudkin . . .«
»So—o—o . . . Sehr angenehm.«
Apollon Apollonowitsch reichte zwei Finger: jene Augen — ohne den schrecklichen Blick; war es in Wahrheit jenes Gesicht, das ihn auf der Straße anblickte? Apollon Apollonowitsch sah vor sich einen schüchternen, offensichtlich von Not bedrückten Menschen.