Doch drei Herzen pochten laut; drei Augenpaare vermieden es, einander zu begegnen. Nikolai Apollonowitsch rannte hinaus, um sich umzuziehen.
Inzwischen knüpfte Apollon Apollonowitsch mit dem Unbekannten ein Gespräch an. Die Unordnung im Zimmer des Sohnes, der Kognak, die Zigarettenstummel machten einen peinlichen Eindruck auf den Senator; aber die Antworten des Unbekannten beruhigten ihn: diese waren völlig zusammenhanglos. Alexander Iwanowitsch errötete immer wieder und gab zufällige Antworten. Er sah vor sich nur gutmütige Fältchen, und aus diesen gutmütigen Fältchen blickten gutmütige Augen: die Augen eines Gehetzten; und die knisternde Stimme formte sich zu Worten, die Alexander Iwanowitsch kaum hörte; nur die Endworte der Sätze fing sein Ohr auf:
»Wissen Sie . . . schon als Gymnasiast liebte Kolenka alle Vögel . . . Er war wißbegierig . . . Jetzt ist er ganz anders: hat alles verworfen . . . Und geht nicht zu den Kollegs . . .«
So redete im Schreiton Apollon Apollonowitsch, der achtundsechzigjährige Greis; etwas wie Mitgefühl regte sich im Herzen des Unbekannten . . .
Nikolai Apollonowitsch trat wieder ein.
»Wo gehst du hin?«
»Ich muß geschäftlich wohin, Vater . . .«
»Zusammen mit . . . Alexander . . . mit Alexander . . .«
»Mit Alexander Iwanowitsch . . .«
»So—so . . . Also mit Alexander Iwanowitsch.« Bei sich dachte Apollon Apollonowitsch: »Am Ende ist es vielleicht am besten: vielleicht waren die Augen nur Einbildung . . .« Weiter dachte Apollon Apollonowitsch, daß — Not keine Schande sei . . . Warum nur der Kognak? (Apollon Apollonowitsch haßte Alkohol.)