»Es sei keine Zucht mehr,« sagte er, »keine Zucht!«

Und nur Marias Zureden hatte ihn gehalten.

Bleich und verstört ging Stephan auf seinem Hof herum und dachte: »Wo fehlt es denn? wo fehlt es denn? ...«

Aber er konnte es nicht ergründen. Im Haus, im Hof, in den Ställen und Scheunen herrschte nach wie vor Segen und Ordnung.

Die Pferde und Zugochsen waren sauber gestriegelt, die Kühe trugen schweres Euter, die Hennen gackerten unverdrossen, und die Bütten beim Brunnen waren schneeweiß gescheuert.

»Wo fehlt es denn? wo fehlt es denn? ...«

Und weil Stephan der Sache auf den Grund kommen wollte, ging er in die Vorratsräume.

Aber auch dort war alles in Ordnung. In der Fruchtkammer standen schwergefüllte Säcke mit Mehl und Getreide. In der Fleischkammer hingen lange Reihen mit Fleisch und Speck. Im Keller drängte sich Faß an Faß mit Wein und Apfelwein.

»Nein, da fehlte nichts.«

Und Stephan ging in das Haus. Die Küche war frisch getüncht, die Geräte an der Wand vollzählig und sauber. Auf dem Herde dampfte es aus Pfannen und Kesseln, und zuoberst auf den warmen, grünen Kacheln lag die Katze und surrte leise. An dem großen Küchentisch aber stand Maria im frischgewaschenen Kattunkleid und richtete Gemüse. Die Uhr zeigte die Mittagsstunde, und der Tisch war gedeckt.