Nein! sie zürnte nicht. Das merkte er an ihren Augen, die sich zaghaft in die seinen senkten. Darum nahm er ihre Hand wieder und küßte sie noch einmal. Zürnte sie ...?

Nein! sie zürnte nicht. Das merkte er an ihren Wangen, die sich vertrauend an seine Finger legten. Nun hätte er sie auch auf den Mund küssen können, aber er tat es nicht. Ganz leise richtete er ihren blonden Kopf in die Höhe, blickte ihr tief in die bangen Augen und sagte beschämt und bekümmert:

»Ich bin nur ein Bauer.«

Darauf wandte sie den Blick, um seinen Augen auszuweichen, und erwiderte halb scherzhaft, halb scheu:

»Und ich bin nicht einmal eine Gräfin.«

Nun wurde Stephan wieder blaß, aber nicht aus Angst und Traurigkeit, sondern aus einem Jubel, der ihm tödlich schien mit seiner erschütternden Seligkeit. Margarete aber machte sich plötzlich frei und fragte:

»Wie war denn das Ende der Geschichte?«

»Von Dietrich und Kühnhilde?«

»Nein ... von dem Bauer und der schönen Gräfin.«

Stephan errötete stark.