Als er fort war, kam mein Vater herein, der, wie ich sehen konnte, so viel als möglich das Zusammensein mit meinem Bruder vermied.
»Was machst du jetzt?« frug ich ihn, als er sich eine große blaue Schürze vorband.
»Ich räume das Zimmer auf, und dann werde ich kochen.« Er nahm einen Besen zur Hand und fing an, den Boden zu fegen. Am liebsten hätte ich ihm diese Arbeit abgenommen, doch war die Schwäche in meinen Knien so groß, daß ich mich kaum aufrecht halten konnte. So blieb ich auf dem Bett sitzen und beobachtete ihn.
»Hast du schon daran gedacht,« frug ich nach einer Weile, »wohin ich eigentlich gehen soll?«
»Ja, am besten wäre es, wenn du aufs Land gehen könntest.«
»Das dürfte aber nicht zu teuer sein.«
»Du könntest zur Mühle hinausfahren. Ich habe den Onkel letzte Woche getroffen, sie würden dich gern für einige Zeit oben haben.«
Meine Freude war ungemein groß, ich war seit vielen Jahren nicht mehr dort gewesen, und der Gedanke, wieder einmal durch jene Wiesen wandeln zu können, erfüllte mich mit Entzücken.
»Nur,« sagte mein Vater und kratzte sich verlegen am Kopf, »der Postwagen ist etwas teuer ... vier bis fünf Kronen wird es schon kosten; doch ich muß eben schauen, daß ich es aufbringen kann.«
»Das ist nicht nötig, soviel Geld habe ich selbst.«