Soll ich mein letztes End und ersten Anfang finden,
So muß ich mich in Gott und Gott in mir ergründen
Und werden das, was er: ich muß ein Schein im Schein,
Ich muß ein Wort im Wort, ein Gott im Gotte sein.
Ich selbst bin Ewigkeit, wann ich die Zeit verlasse,
Und mich in Gott und Gott in mich zusammenfasse.
Niemand redt weniger als Gott ohn Zeit und Ort:
Er spricht von Ewigkeit nur bloß ein einzigs Wort.
Wer in sich selber sitzt, der höret Gottes Wort,
Vernein es, wie du willst, auch ohne Zeit und Ort.
Nicht du bist in dem Ort, der Ort, der ist in dir!
Wirfst du ihn aus, so steht die Ewigkeit schon hier.
Du sprichst: Versetze dich aus Zeit in Ewigkeit.
Ist dann an Ewigkeit und Zeit ein Unterscheid?
Gott ist die ewge Sonn, ich bin ein Strahl von ihme,
Drum ist mirs von Natur, daß ich mich ewig rühme.
Freund, so du etwas bist, so bleib doch ja nicht stehn:
Man muß aus einem Licht fort in das andre gehn.
Die Einfalt ist so wert, daß, wann sie Gott gebricht,
So ist er weder Gott, noch Weisheit, noch ein Licht.