Das Wort, das dich und mich und alle Dinge trägt,
Wird wiederum von mir getragen und gehegt.
Ein Mensch, der seine Kräft und Sinne kann regieren,
Der mag mit gutem Recht den Königstitel führen.
Mein höchster Adel ist, daß ich noch auf der Erden
Ein König, Kaiser, Gott, und was ich will, kann werden.
Das größte Wunderding ist doch der Mensch allein:
Er kann, nach dem ers macht, Gott oder Teufel sein.
Wer in sich Ehre hat, der sucht sie nicht von außen.
Suchst du sie in der Welt, so hast du sie noch draußen.
Ich weiß nicht was ich bin, ich bin nit was ich weiß:
Ein Ding und nicht ein Ding: ein Stüpfchen und ein Kreis.
So viel du Gott geläßt, so viel mag er dir werden,
Nicht minder und nicht mehr hilft er dir aus Beschwerden.
Wer Gott will gleiche sein, muß allem ungleich werden,
Muß ledig seiner selbst und los sein von Beschwerden.
So du das ewge Wort in dir willst hören sprechen,
So mußt du dich zuvor von Unruh ganz entbrechen.