Dem Gottsbegierigen wird dieser Punkt der Zeit
Viel länger als das Sein der ganzen Ewigkeit.
Willst du den Perlentau der edlen Gottheit fangen,
So mußt du unverruckt an seiner Menschheit hangen.
Gott ist dir worden Mensch: wirst du nicht wieder Gott,
So schmähst du die Geburt und höhnest seinen Tod.
Mensch, wann du noch nach Gott Begier hast und Verlangen,
So bist du noch von ihm nicht ganz und gar umfangen.
Mensch, wirst du nicht ein Kind, so gehst du nimmer ein,
Wo Gottes Kinder sind: die Tür ist gar zu klein.
So du aus Mißvertraun zu deinem Gotte flehest
Und ihn nicht sorgen läßt: schau, daß du ihn nicht schmähest.
Daß du nicht Menschen liebst, das tust du recht und wohl,
Die Menschheit ists, die man im Menschen lieben soll.
Du bist die Babel selbst: gehst du nicht aus dir aus,
So bleibst du ewiglich des Teufels Polterhaus.
Der Zufall muß hinweg und aller falscher Schein:
Du mußt ganz wesentlich und ungefärbet sein.