Der Tod, aus welchem nicht ein neues Leben blühet,
Der ists, den meine Seel aus allen Töden fliehet.
Indem der weise Mann zu tausendmalen stirbet,
Er durch die Wahrheit selbst um tausend Leben wirbet.
Tod ist ein selig Ding: je kräftiger er ist,
Je herrlicher daraus das Leben wird erkiest.
Ich muß MARIA sein und Gott aus mir gebären,
Soll er mich ewiglich der Seligkeit gewähren.
Ach, könnte nur dein Herz zu einer Krippe werden!
Gott würde noch einmal ein Kind auf dieser Erden.
In einem Senfkörnlein, so du's verstehen willt,
Ist aller oberen und untren Dinge Bild.
Kein Stäublein ist so schlecht, kein Stüpfchen ist so klein:
Der Weise siehet Gott ganz herrlich drinne sein.
Nichts ist dem Nichts so gleich als Einsamkeit und Stille,
Deswegen will sie auch, so er was will, mein Wille.
Wo Gott ein Feuer ist, so ist mein Herz der Herd,
Auf welchem er das Holz der Eitelkeit verzehrt.