Der Professor lachte:

„Das sollte mir schwer fallen – aber Sie haben recht, es plaudert sich viel gemütlicher bei der Zigarette. Nun erzählen Sie mir doch erst mal, was war das eigentlich für eine Angelegenheit, die Sie mir vorher andeuteten? Was hat Ihre Frau Tante für böse Absichten gehabt, als Sie noch ein kleines Kind waren?“

„Ach,“ sagte Mette, „sie hat mir einen Kinderpsychiater kommen lassen, weil ich Silberzeug aus dem Büfett genommen hatte.“

„Ach,“ sagte der Professor interessiert mit einem belustigten Lächeln. „Und warum taten Sie das? Hatten Sie Freude am Silber?“

„Nein, ich hab’ es versetzt!“

„Versetzt!“ Der Professor lachte hell auf. „Wie sind Sie als kleines Kind auf diese Idee gekommen?“

„Nicht aus mir selbst!“ sagte Mette ernsthaft. Aus Nebeln der Vergangenheit stieg plötzlich klar und deutlich Friedel Eggebrechts Bild auf. „Mein Kinderfräulein hat mich dazu verleitet. Ich stand vollständig unter ihrem Einfluß – der nicht gerade sehr günstig war.“

„Ach!“ sagte der Professor mit leichtem Erstaunen. „Sind Sie beeinflußbar? Das sieht man Ihnen nicht an! Jetzt würde Sie wahrscheinlich keine Macht der Welt mehr zu solchen Dingen bringen!“

„Ach, verflucht!“ sagte Mette mit einem plötzlichen Erschrecken, „jetzt hab’ ich ja das blöde Silber verfallen lassen!“

Der Professor amüsierte sich köstlich, oder er tat wenigstens so.