„Welches?“ fragte er. „Das, was Sie vor zehn Jahren versetzt haben? Das wird nun wohl allerdings verfallen sein!“
„Nein,“ sagte Mette unbefangen, „das, was ich jetzt versetzt habe. Das hatt’ ich ja in den Tod vergessen!“
„Sie brauchen sich darum nicht zu ängstigen,“ sagte der Professor liebenswürdig, „es ist eingelöst worden.“
Mette faßte im Moment nicht ganz.
„Wieso? Es hat doch niemand davon gewußt.“
„Man hat den Schein bei Ihnen gefunden.“
„Gefunden!“ Mette sprang auf. „Gefunden?! Das heißt, daß diese schamlose Person heimlich über meine Sachen geht und darin herumwühlt. Oh, schade, daß ich sie nicht dabei ertappt habe – ich hätte sie mit meinen eigenen Händen erwürgt, glaube ich!“
„Bitte, setzen Sie sich!“ sagte der Professor, noch ohne Schärfe, aber so zwingend, daß Mette gehorchte.
„Wenn Sie mit dieser Person Ihre Frau Tante meinen, so muß ich ihr als Mensch und als Arzt das Recht zugestehen, Sie als ihre Pflegebefohlene ein wenig intensiver zu beaufsichtigen, als es sonst zwischen erwachsenen Menschen üblich ist.“
„Ich bin ein erwachsener Mensch!“ sagte Mette zornig.