„Wann geht der Zug? Wird es nicht Zeit, daß ich mich fertig mache?“ –

Als das Auto vor der Tür stand, fragte der Professor beiläufig:

„Wir haben, glaube ich, denselben Weg. Haben Sie nicht einen Platz im Wagen frei?“

Mette sah ihn groß an und lächelte ein wenig spöttisch:

„Sie brauchen gar keine Ausrede, Herr Professor, wenn Sie mich an die Bahn bringen wollen. Meine Familie wird auf das Vergnügen verzichten. Es ist besser für alle Beteiligten.“

Sie reichte ihrem Vater die Fingerspitzen, die dieser mit beiden Händen umschloß.

„Adieu, Papa, laß dir’s gut gehen.“

Tante Emilie zog sich mit gespielter Ängstlichkeit an die Wand zurück, als befürchtete sie einen neuen Anschlag auf ihr Leben.

Mette streifte sie nur mit einem verächtlichen Blick. –

Die Bahnfahrt war doch länger, als sie gedacht hatte. Mette sah angespannt aus dem Fenster und bemühte sich, die Namen der Stationen, jedes Dorf und jedes Bahnwärterhäuschen ihrem Gedächtnis einzuprägen. Es wäre doch möglich, daß sie zu Fuß zurück müßte.