„Krank?“ sagte Mette verwundert. „Sollt ihr nicht zu mir hereinkommen, weil ich krank bin?“

„Ja!“ sagte der Zwölfjährige altklug. „Wegen der Ansteckungsgefahr!“

„Ach, Männe!“ Mette lachte kurz auf. „Die Krankheit, die ich habe, steckt ganz gewiß nicht an.“

„Was hast du denn für eine Krankheit?“ Der Junge kam neugierig näher.

Mette zögerte mit der Antwort.

Der Junge warf einen begehrlichen Blick auf die Zigaretten.

„Schenk’ mir eine!“ bettelte er plötzlich.

„Ja,“ sagte Mette rasch. „So viel du willst. Aber du mußt mir einen Brief auf die Post bringen, ganz heimlich, so, daß es keiner sieht. Kann man sich auf dich verlassen?“

Mette sah ihn scharf und prüfend an. Der Ehrgeiz des Jungen war geweckt.

„Aber!“ sagte er überzeugt, „meinst du, daß ich mich erwischen lasse? Ich bin doch nicht dämlich.“