Die groben und feuchten Laken atmeten Schauer der Kühle. Sie spürten es kaum, so brannte das Blut in ihren jungen Leibern.

Sie drängten sich aneinander, als wollten sie ineinander übergehen, verschmelzen, eins werden.

Ihre schlanken, geschmeidigen Glieder flochten sich ineinander, wie Bäume des Urwalds unlöslich sich ineinander verschlingen.

Sie sprachen nichts. Aber wie rauschende Musik hörte eines des anderen dröhnenden Herzschlag und das rasche und raschere Atmen.

Ihre Leiber bäumten sich gegeneinander wie wilde Tiere, wenn sie an Käfiggittern rütteln. Sie gruben einander die Nägel in die Glätte der Haut und schlugen einander die Zähne in die geschwellten Muskeln.

Und sie lagen aneinandergeschmiegt wie müde gespielte Kinder, und ihre Lippen berührten des anderen Lider und Wangen so sanft, so leise, wie Schmetterlingsflügel schwankende Blüten.

„Kleines,“ sagte Olga, und alle Glocken schwangen in ihrer Stimme. „Mein Schönes, mein Gutes!“

„Oh, du!“ sagte Mette. „Du Wunder des Himmels. Was bist du nur? Bist du ein wildes Tier ... oder ein Gott ... oder der Geist einer weißen Orchidee?“

„Ich weiß nicht,“ sagte Olga. „Ich glaube, daß ich ein Gott bin. Aber vor einer Stunde war ich ein armes gepeinigtes Tier. Bist du nicht stolz, kleines Mädchen, daß du solche Wunder tun kannst?“

„Ich wollte, ich könnte Wunder tun,“ sagte Mette sehnsüchtig.