Sie schlang mit einer jähen Bewegung beide Arme um Metten und preßte sie an sich, als wollte sie sie in dieser Umarmung ersticken, vernichten, zerstören.
„Ach, Mettulein,“ sagte sie mit einem zersprungenen Lachen, „es hilft ja alles nichts ... du mußt mich erst in sanftem Öl verenden lassen – dann wird vielleicht noch alles gut!“ – – –
Mette hörte im Traum heftiges Klingeln. Dann wachte sie auf von Türengehen, näher kommenden Schritten, vielen und erregten Stimmen.
Sie machte die Augen auf und sah Olga vor dem Bett stehen, schon fertig angekleidet. Sie war sehr blaß, hatte dunkelflammende Augen und herrschte sie an in einem Ton, der wie atemlos klang vor Erregung.
„Steh auf, Mette, ich bitte dich um Gottes und aller Heiligen willen, zieh dich schnell an.“
Mette schlüpfte in wahnsinniger Hast in ihre Sachen. Unterdessen wurde schon heftig an die Tür geklopft.
Olga ging sofort hin, riegelte auf und öffnete die Tür zur Hälfte.
„Wer ist denn da?“
Draußen wurden erregte Stimmen laut, erregte Gesichter drängten sich in den Spalt.
„Ich bedauere, Sie können momentan nicht in mein Zimmer,“ sagte Olga mit eiskalter Höflichkeit.