Die Stimmen draußen überschrien sich. Das war Tante Emilie. Das war Onkel Jürgen. Das war Frau Flesch. Das war das Mädchen, das ihr die Nacht geöffnet hatte.

Mettens Hände zitterten wie in einem Angsttraum. Sie konnte mit keinem Knopf zustande kommen. Sie hatte den brennenden Wunsch, unsichtbar zu sein oder aus dem Fenster zu springen oder in tiefe Bewußtlosigkeit zu fallen.

Olgas Stimme überklang den Tumult, tief und ruhig, aber kalt und scharf wie geschliffenes Eisen.

Muß diese Unterhaltung auf dem Flur stattfinden?“

Dann klang plötzlich eine sanfte, zarte Stimme:

„Darf ich den Herrschaften mein Zimmer anbieten? Ich mache gern Platz.“

Die Stimmen verzogen sich nach nebenan, und ein paar Augenblicke später – Mette hatte schon das Kleid übergeworfen – schlüpfte Peterchen ins Zimmer.

„Kann ich dir helfen, Mette?“ flüsterte er mit verstörten Augen.

Im selben Augenblick klang es von nebenan, als ob ein Stock auf den Tisch geschmettert würde.

„Ich werde Sie ins Gefängnis bringen!“ donnerte Onkel Jürgens Stimme.