8. Kapitel.
Im Wald und auf der Heide.

Die ersten Ferientage mit ihrer übermächtigen Fülle von Eindrücken erschienen so lang wie sonst Wochen! Aber immer schneller rollte das Rad – und schon begann ein geheimes Grauen die Gemüter zu beschleichen, wenn als bleiches Gespenst am Horizont: Abreise – Berlin – Schule auftauchte!

Aber mit Erfolg schob man solche Gedanken beiseite. Und winkte dann gar eine Spazierfahrt, so war wieder für eine Weile nur Glück und Freude auf allen Gesichtern zu lesen!

Eines Morgens kam Herr Pastor herüber und meinte: »Wir wollten doch einmal, wie in alter Zeit, im Walde miteinander Kaffee kochen! Heute, meinte meine Frau, wäre das Wetter dazu ganz besonders geeignet, und außerdem hat sie große Kuchenbäckerei. Unser Kirschbaum ist abgeerntet! Wie wär’s, könnten wir uns nicht um vier Uhr, wenn die größte Hitze vorüber ist, am schwarzen See treffen? An der alten Feuerstelle! Wir sorgen für Kaffee und Zubehör.«

»Und wir fürs Abendbrot – wie früher! O ja, das wäre wunderhübsch! Was wird das Feuermachen für ein Spaß für die Kinder sein!«

»Hören Sie, lieber Pastor,« meinte der Major, »Rantzaus sagten letzthin, daß sie gern einmal mit ihrer Jugend so etwas mitmachen würden. Wie wär’s, wenn wir die auch aufforderten?«

»Meinen Sie, daß sie Vergnügen daran finden? Uns wäre es natürlich eine große Freude!«

»Gut, so übernehme ich die Verabredung; ich reite doch nach Buchdorf hinüber.«