»Still, Kindchen, still, die Herren!«

»O, die hören gar nichts; also sieh her! Schließ doch den großen Koffer mal auf!«

»Hier vor all den Männern? Lieber sterben!«

»Vielleicht gibt’s ein Damenzimmer? Dort! Ach, lieber Mann, seien Sie doch so freundlich, uns diese Sachen in das kleine Zimmer zu tragen.«

Händeringend folgte die unglückliche Tante, aber dem besänftigenden Zureden Hannis gelang es nach und nach, die Wogen zu glätten. Das schwierige Umpacken kam zustande, und nach vielen Einwendungen ließ die Schwergeprüfte sich sogar bereden, ihre Zugstiefelchen mit festeren Lederschuhen zu vertauschen, die sich im Koffer fanden, aber nur unter der Bedingung, daß die Vorhänge heruntergelassen würden, und beide Mädchen sich mit aller Kraft gegen die nicht verschließbare Tür stemmten, wobei Käte wieder nahe daran war, Lachkrämpfe zu bekommen.

Besorgt, daß der Vater ungeduldig werden möchte, eilte Hanni dann hinaus. Aber inzwischen hatte sich auch der Baumeister eingefunden, und die Herren saßen gemütlich plaudernd beieinander. Nur Felix schien noch völlig ratlos.

»Vati, Tante Lucie ist nun bereit.«

»Schön; und Sie, lieber Felix?«

»Ja, Herr Major, das ist eine ganz verteufelte Geschichte! Ich sehe wahrhaftig nicht – –«

»Hanni, du weißt doch sonst immer Rat; was meinst du dazu?«