„Unserer.“ Der Meister lachte. „Nummer fünf. Heißt das, wenn man die drei Mädchen mitzählt. Soeben angekommen; er ist ein Prachtskerl.“

Ja, nun war Georg wieder auf dem Laufenden.

„Das ist ja fein,“ sagte er. „Einfach: da ist er. In der Welt drin. Wie soll er denn heißen? Feierlich schalle der Jubelgesang!“

„Bst,“ sagte der glückliche Vater. „Ich glaube, es wird besser sein, wenn wir den morgen anstimmen. Den Jubelgesang nämlich. Die Frau wird schlafen wollen. Wie er heißen soll? Friedrich, denk’ ich. So hat mein Vater geheißen. Wenn er wird, wie der, kann mir’s recht sein.“

Georg nickte einverstanden. Er kannte den blinden alten Mann gut vom Hörensagen.

„Dann kriegt er einmal die Geige?“ sagte er. „Dann darf er wohl das alles lernen?“

„Natürlich. Das ist abgemacht. Der Helmle kommt ins Geschäft, und der Friedrich, der —“, der Vater machte eine Handbewegung, als ob er damit dem Friedrich die ganze noch übrige Welt zuspräche.

Georg tat einen tiefen Atemzug, und dann sahen sie alle beide verlangend nach dem offenen Klavier.

„Die Schwägerin schläft bei der Frau,“ sagte der Meister. „Ich bin ausquartiert. Da oben, in der Kammer nebenan ist mein Bett. Ich mag aber noch nicht hinein. Es ist doch etwas Besonderes. Wenn da auf einmal etwas lebendig wird. Das ist vorher nicht dagewesen. Und das gehört so zu einem. Es ist mir jedesmal so, wenn eins kommt, ein Kind. Es dreht einen um und um. Hören Sie’s?“

Es drang ein dünner, heller Ton in die Stille herauf.