„Gute Nacht, Gertrud.“ Er zögerte noch einen Augenblick. Wollte er auch noch etwas sagen? Dann ging er in die Nacht hinaus. Das Pförtchen fiel hinter ihm zu. Gertrud hörte seine Schritte verhallen.

Dann, im Hineingehen horchte sie auf Mariens Singen, das aus der Küche kam. Dort saß sie nun an dem weißgefegten Tisch und nähte und sang dazu.

„Noch so fleißig, Marie?“

„Ja,“ sie lachte. „Ich muß mich dran halten. Wenn man heiraten will.“ Die Unruhe des Glücks war ihr in die fleißigen Finger gefahren. Da wurden sie noch fleißiger.

Gertrud erschrak.

„Jaso. Dann willst du uns verlassen?“

An diese Seite der Sache hatte sie noch nicht gedacht.

„Natürlich.“ Was hatte das Mädchen für übermütige braune Augen. Sie hatte bloße Arme bis über die Ellbogen. Die reckte sie und machte eine zugreifende Bewegung mit beiden Händen, als ob sie sogleich ans Einrichten zu gehen gedenke. „Natürlich. Es ist mir —“ ach nein, sie konnte nicht sagen, daß es ihr leid sei, hier wegzugehen. Es kam nichts dagegen in Betracht, nichts.

„Im Spätherbst wollen wir heiraten.“

„Schon?“