„Gelt, du wunderst dich, daß wir da sind?“

Sie lehnte sich an Georg und sah ihm in die Augen.

„Sag etwas; du bist ganz verstummt.“

Ja, er hatte sich im ersten Augenblick gewundert, wie man sich im Traum wundert, daß etwas plötzlich da sei, das man fern glaubte. Aber er war froh genug, daß sie da war.

Alles zweifelhafte, unruhige Denken, das ihn in letzter Zeit oft gequält hatte, wenn er an sie dachte, verstummte vor ihrer leiblichen Gegenwart.

Aber als er nicht gleich etwas sagte, hielt es Frau Maute für angezeigt, eine Erklärung zu geben.

Sie klopfte Franz, der im Großvaterstuhl saß, auf die Achsel.

„Wenn man so nah verwandt ist. Wir konnten ihn doch nicht im Stich lassen, — jetzt. Hi hi.“ — Sie vergaß sich und lachte geschwind ein bißchen. Dann suchte sie schnell wieder den leidtragenden Ton hervor, nahm die Schürze vor die Augen und sagte hinter derselben hervor:

„Es ist vollends so schnell gegangen, man hätt’s nicht gedacht. Vor ein paar Wochen, als Franz bei uns war“ —

„Franz war bei euch?“