Nein, so nicht, so sollte es ihm nicht gehen.
Da stieg er seine Treppen hinauf. Emeritz kam ihm entgegen, als er die Tür aufschließen wollte. „Der alte Herr ist schon drin, der eine, der schon zweimal dagewesen ist.“ Sie sah wichtig und feierlich aus. Da atmete Georg auf. „Der alte Herr,“ das war der Lehrer, der sich so freundlich und verstehend um ihn angenommen hatte. Der half ihm, der so allein für sich hingegangen war, auch jetzt, daß einige Männer, Musiker von Fach, und einige Laien, die im Geruch standen, etwas rechtes zu verstehen, sich bereit fanden, einmal eine oder zwei Stunden daran zu rücken und sich das Werk des jungen Sonderlings, der so eigene Wege ging, vorspielen zu lassen, wenn auch nur im Klavierauszug. Man konnte doch sehen, ob etwas daran war. Denn einen Verleger dafür hatte er nicht gefunden, „bis jetzt noch nicht,“ hatte er nach Hause geschrieben.
Das sollte nun heute geschehen.
„Grüß Sie Gott.“ Der alte Herr schüttelte ihm die Hand.
„Lassen Sie sich nicht draus bringen, durch nichts. Das Leben ist ja doch noch mehr, als die Kunst.“
Georg mußte ihn scharf ansehen. Steckte etwa der Rektor Cabisius hinter ihm? So hätte der auch sagen können.
Aber da klingelte es schon, und wieder, und wieder. Die Stube füllte sich, man begrüßte sich, man tuschelte, räusperte, nahm Plätze ein. Dann war es Zeit, anzufangen.
Alle guten Geister ...
Die Herren hatten ein beschriebenes Blatt in der Hand, eine Einführung in das Ganze. Darüber steckten sie die Köpfe zusammen. Er hatte es selbst geschrieben zum besseren Verständnis.
Georg zwang sich, nicht mehr nach ihnen hinzusehen.