Es dauerte immer noch fort. Fast nicht zu tragen für die Zuhörenden, denen der Vorhang noch nicht gehoben ist, der ihm sich aufzurollen scheint. Es war so riesig, alles andere versank davor.

„Ewig — ewig — ewig.“

Sie waren ans Fenster getreten, dicht nebeneinander und hatten sich fest an den Händen gefaßt.

„Daß uns werde klein das Kleine, und das Große groß erscheine,“ sagte Gertrud leise.

Dann nach und nach wurde es stiller, dann ganz still.

Waren auch ihm die Saiten zersprungen, als er in den vollen Chor einzustimmen versuchte?

Er hatte sein Lebenlang zu der stillen, schönen Gemeinde der „guten Geister“ gehört, die in allerlei Sprachen und auf allerlei Weise, ein jeder nach seiner Art „loben Gott den Herrn“ und deren Bundeslied, ob ihnen schon die Worte vielfach nicht bewußt sind, doch durch alles Geschaffene tönt:

„Alle die Schönheit Himmels und der Erden
Ist verfaßt in dir allein.“

Wenn wir Ohren hätten.

Aber es wird so gut sein, wie es ist und wird gut werden, wie es wird.