So war es, wann die Kinder zur Dämmerstunde dort waren.
Das ging mit ihnen, das haben sie sich später hervorgeholt, wenn sie es je eine Zeitlang vergaßen.
Sie wußten nicht, daß sie in jenen Stunden zu einem guten Teil fürs Leben erzogen worden seien.
Erzogen? Es war die gemütlichste Stunde des Tages gewesen. So schön konnte es sonst nirgends sein.
Manchmal lustig, und manchmal still — froh, und manchmal ernsthaft, sehr ernsthaft, und manchmal ein bißchen schaurig.
Aber immer schön.
Aber nun war die Frau Rektorin allein bei ihrem Mann.
Sie hatte Gertrud zur Nähterin ins Eßzimmer gesetzt.
„Da, nun säumst du das Taschentuch. Immer zwei Fäden auf die Nadel, und zwei liegen lassen. Nein, kein Buch daneben legen. Du siehst sonst doch hinein. Was soll aus dir werden, wenn du nicht einmal ordentlich nähen kannst?“
Georg war zu Hause, er hatte Aufgaben zu machen. Er mußte sich rühren, er mußte gleichfalls allmählich „Ernst dahintersetzen“.