„Nun fährst du wieder vierspännig, Anne. Auf und davon.

Also weil die Gertrud ein Mädchen ist, soll sie nicht lernen, was ihr Freude macht? Und weil du einmal eine sonderbare Frau gekannt hast, die gleichfalls lernbegierig war, darum gerätst du nun in Angst, daß unser Kind ebenso sonderbar werde?

Ich will dir sagen, Anne: Die Welt ist so groß und mannigfaltig.

Es wachsen allerlei Bäume darin. Laß wachsen, was wachsen will.

Wir können nicht sagen: es muß so sein und nicht anders.

Wir können nur helfen, daß da keine Unnatur mit unterläuft; nichts Unwahres und nichts Geziertes. Nicht, Anne?

Alle guten Geister, Anne.“

Wenn er das sagte, war sie stets besiegt. Sie war eine von denen, bei denen man die guten Geister nur anzurufen braucht, wenn sie einmal nicht von selber am Platz sind.

So leise und leicht schlafen sie.

Nun saßen sie beisammen und beredeten sich wie ein paar gute Kameraden, die sie ja auch waren, und die guten Geister der Stube spitzten die Ohren und horchten, und das Feuer knisterte leise vor sich hin und ließ seinen friedlichen Schein an der Decke und an den Wänden und auf dem Teppich spielen.