Damals sind wir fast drei Wochen hinter der Front gewesen und noch gar nicht im Gefecht. Später ist’s anders gekommen.

Jetzt, wie sie nach und nach zutraulich geworden ist, hat sie mir anvertraut, daß ihr der Pierre, so heißt der Bub, gar nicht folgen wolle.

Sie habe einen braven Mann und der Bub verkomme ihr.

»So, was tut er denn?« hab’ ich gefragt.

»Ha, er geht hinter die Schule und strolcht mit bösen Buben herum,« sagte sie.

»Ich tät’ ihn verhauen, wenn ich Sie wär’,« sag’ ich.

Da sagt sie, er sei ihr zu stark und zu wild, sie sei nicht so bei Kraft die Zeit daher, und er sei auch das Ebenbild von seinem Vater, ihrem lieben Léonard, das könne sie doch nicht schlagen.

Da hab’ ich mir im stillen gelobt: ›Ich besorg’s ihm einmal. Vielleicht tut mir daheim auch einmal einer den Dienst bei meinem Buben.‹«

Der Daniel kroch vorsichtig ein bißchen näher zur Mutter hin. Die legte ihm liebreich die Hand auf den Arm.

»Ich hau’ dich schon selber, wenn’s nötig ist,« sagte sie beruhigend.