Alles was wahr ist, so ein Gehölz ist nicht das sicherste Land. Denn eh’ ihr euch verseht – na ihr wißt’s ja, wie die Franzosenkerle auf den Bäumen hangen und herunterpfeffern, und ihr wißt nicht, wohin ihr schießen sollt, ihr seht sie nicht.

Die Leute machen ja auch ihre Sprüche darüber, wie sie sich richten zum Antreten.

Und einer sagt zum andern: Also du weißt, wohin zu schreiben ist, wann ich nicht mehr komme.

Da, wie wir schon beisammen sind, – der Rotenburger fährt geschwind noch in die Tasche und guckt sein Bildchen an, – man kann ja nie wissen – kommt auf einmal der Junge herbei, der Munk, und meldet sich zum Mitgehen. Der Rotenburger solle dableiben, das sei keine Sache für den. Der Feldwebel fährt auf, kommandiert sei kommandiert und man habe nicht nach Freiwilligen gefragt. Der Rotenburger fährt auch auf, aber bloß schwach, der Munk solle keine Geschichten machen, er habe auch bloß ein Leben. ›Das schon,‹ sagte der, ›aber du hast mehr als eins, du hast fünf bis sechs.‹ Da ist der Rotenburger still und der Junge steht stramm vor dem Feldwebel und sagt noch einmal, als ob noch nichts geredet wäre: ›Melde mich ganz gehorsamst zum Mitgehen, Herr Feldwebel,‹ und guckt den so an, na ihr wißt ja, wie, ihr habt ihn ja gekannt. Er konnte so ein Gesicht machen, wie wenn er sagte: ›Du schlägst mir ja doch nichts ab, du tust bloß so.‹

Also der Feldwebel winkt denn auch mit der Hand Gewähr und der Rotenburger tritt zurück und der Junge ins Glied und marschiert mit ab.

Wie wir uns am Waldeingang verteilen, steht er grad neben mir und ich sage, im Spaß – aber ich hab’s im Ernst gemeint: Du, Munk, es kann aber direkt lebensgefährlich werden.

Da schießt dem das Blut ins Gesicht und bis unters Haar und er funkelt mich an mit seinen blauen Lichtern: ›eben drum.‹ Sonst nichts.

Na, das Übrige wißt ihr.«

Düring war schon längst mit allen Sinnen bei der Sache.

Also das war gleich nach dem Brief gewesen. Gleich nachdem er geschrieben hatte: