»Weißt du noch das kleine Brigittlein, es ist ein ganz feines, blondes gewesen und hat eine schöne, schöne Mutter gehabt, die ist mit ihm an den See gekommen zum baden. Und sie hat das Brigittlein auf ihren Rücken genommen, wenn sie hinausgeschwommen ist. Da bist du in deinem dicken Anzug vor mir gestanden und hast begehrt: schwimm auch mit mir hinaus.

Aber ich hab’ mir’s nicht getraut, denn was hätten die Leut’ dazu gesagt? Was aber eine rechte Mutter ist, die nimmt auch zwei Kinder auf den Buckel. Die schöne Frau hat nicht viel Werks gemacht, wie sie dein großes Verlangen gesehen hat. Die Kleider herunter und dich hinter das Brigittlein gesetzt, rittlings auf ihren Rücken. Und hinaus in den blauen See. Das Brigittlein hat sich an ihrem Hals gehalten und du dich an dem Kind. Das ist eine Seligkeit gewesen und ein Bild zum malen. Aber auch ein Gezeter von den Nachbarsleuten, daß ich das erlaube. Sie sei eine berühmte Zirkusreiterin, hab’ ich nachher gehört. Aber eine gute Mutter und eine liebe und schöne Frau ist sie gewesen, mag sein was will.

Mach’ die Augen zu.

Weißt du noch den Schifferhannes? er hat ein ganz krummes Maul gehabt.

Hannes, warum hast du so ein krummes Maul? hast du ihn gefragt.

Da hat mich einmal der Blitz gestreift, hat er gesagt.

Das glaub’ ich nicht.

Dann läßt du’s bleiben.

Hannes, was hast du in deinem Sack? – (Denn er hat immer alle Taschen voll gehabt, mit Schnüren und Angeln und weiß kein Mensch was.)

Was ich in meinem Sack hab’?