Der sah den Gast nicht, der im Schatten saß.
»Drum hab’ ich nur noch wollen einen Dank sagen,« hob er an. »Ich – ich wär’ sonst am Grab so allein gewesen, – aber was der Herr Pfarrer gesagt hat, das –«.
»Red’ nicht so daher, Markus,« sagte der Pfarrer, »du hast noch ein »gut’ Nacht« holen wollen, das ist recht. Morgen komm’ ich und seh’ nach dir. Was danken. Ich hab’ sie auch lieb gehabt, da dankt man nicht.« Der Mann setzte noch ein paarmal an, aber dann schien es ihm auch, als ob sonst nichts zu sagen sei. Ja, ja, liebhaben, da ist nichts zu bedanken, das geschieht umsonst. Da ging er wieder.
Der Gast saß still in seiner Sofaecke. Der Pfarrer sah ihn in seiner Brieftasche blättern, und dann ein gelbes, zerlesenes Blättchen herausholen.
»Lies,« sagte der Gast und hielt es seinem Freunde hin. »Ich meine, es werde nicht viel anders sein.«
Der Pfarrer las halblaut:
Es kam eine arme Seele im Himmelreich an:
Tut mir auf, tut mir auf, daß ich eingehen kann!
Und als sie nun stand am himmlischen Tor,
da kamen die Englein mit Haufen hervor: