Da hörte ich Tritte und meine Mutter kam mit einem Lämpchen herein, denn sie hatte gehört, wie ich mich umherwarf.
Und sie küßte mich und sagte, der Mattheiß sei beim lieben Gott, und da kämen wir alle hin, wenn wir sterben.
Aber das konnte ich nicht begreifen, denn er lag ja in seiner Kammer und war so kalt.
Sie sagte aber, ich solle mich nicht darüber besinnen, das werde schon alles ganz richtig besorgt und das in der Kammer sei gar nicht mehr der rechte Mattheiß, das habe ich doch selber gesehen, den rechten habe der liebe Gott in seine Hand genommen und er habe uns alle darin.
Aber ich mußte mich doch noch besinnen. Da setzte sie sich an mein Bett und sang mir mit halber Stimme ein Lied, das hüllte mich ganz warm und weich ein. Ich blinzelte noch hie und da zwischen den Lidern hervor, um sie da sitzen zu sehen, und während sie sang, kam eine große Hand über mich hin, die wurde größer und größer und nahm mich ganz in sich hinein. Ich wußte, wem sie gehöre, aber ich konnte mich nicht auf den Namen besinnen und es machte mir auch keine Mühe, denn es war überaus gut darin zu sein.
Als ich erwachte, war ein Sonnentag.
Es schien zu den Fenstern herein und hatte tausend arbeitsame, lebendige Geräusche und breitete ein Bilderbuch vor meine Augen, und alles, was lebte, regte sich und war fröhlich.
Ellen
Er stand am Meer und sah darüber hinaus, so weit er konnte. Es war ihm so unbegreiflich zumute. Das hatte er sich jahrelang gewünscht, einmal ans Meer zu kommen, es gab kaum eine Zeit, da er es nicht gewünscht hätte.