Allerdings, die andern sahen doch recht vergnügt aus und hatten fortwährend etwas zu reden und zu lachen und manche auch zu jammern.

Aber es konnten nicht alle gleich sein.

Da geschah es, am fünften Tag seiner Anwesenheit, daß richtig sein Anschluß an ihn herankam.

Er hatte in der Nacht vorher, gerade vor dem Einschlafen, als ihm das Meer mit gedämpftem Rauschen sein Schlaflied sang, Pferdegetrappel und Räderrollen und dazu Menschenstimmen vor der Villa gehört, und hatte noch gedacht: da kommen Neue. Und es hatte gerade noch zu einem dankbaren Umdrehen im Bett gereicht: daß er es nicht war, der da neu ankam. Denn neu ankommen, das war das Unangenehmste, das hatte er eben erst überstanden. Dann schlief er schon.

Als er am Morgen zum Frühstück kam, saß ein kleines Mädchen an dem Tisch, an dem er gewöhnlich zu sitzen pflegte, ungefähr gegenüber von seinem Platz. Es sah ihn wohlgefällig an, als er sich in seiner Nähe niederließ und betrachtete ihn eine Zeitlang aufmerksam, indem es die Augen über den Tassenrand hin zu ihm hinüber schweifen ließ. Er hörte ein regelmäßiges, behagliches Schlucken und ein kleines Schnaufen dazwischen und dann war die Tasse leer und stand auf dem Tisch.

»Du siehst aus, wie mein Papa. Nicht ganz, bloß ein bißchen,« sagte das Kind.

»So?« sagte er.

»Ja, aber mein Papa hat einen ganzen Bart und du hast bloß einen halben. Unten am Mund hat er auch einen, nicht bloß oben.«

Ja, da könne er nichts dafür, da sei ihm noch keiner gewachsen.

»O, das tut nichts,« tröstete sie. »Aber an den Augen, da siehst du so aus, wie mein Papa. Da hast du auch eine Brille. Das wäre doch schön, wenn er auch da wäre, nicht?«