Ob er auch ein Papa sei, fragte sie. Aber das mußte er verneinen.

Sie war vier Jahre alt. Er hätte sie für fünf gehalten, aber sie wußte es genau, daß sie fünf werde, wenn es im Bühringer Wald Maiblumen gebe. Die suche sie mit dem Papa und dann bekomme sie einen Kranz davon aufgesetzt. Da einigten sie sich also auf viereinhalb, denn jetzt war Dezember. Sie hatte große, runde, braune Augen und kurzgeschnittene braune Haare und war nicht ohne weiteres das, was man ein anmutiges Kind nennt.

Obgleich, ja, sie erschien ihm dennoch als das netteste Kind, das er je gesehen habe. Da konnte er sie jetzt wohl auch nach ihrem Namen fragen.

Sie heiße Ellen, sagte sie. Aber der Papa sage immer Schnirks oder Buzi oder Schneck oder sonst so was zu ihr.

»So, ja wer nennt dich denn dann Ellen?«

»O, meine Mammi.«

Da kam es denn zutage, daß sie auch noch eine Mutter habe, die sie Mammi hieß. Der Bericht war aber kurz und ohne sonderliche Wärme gegeben.

»Die Mammi ist noch oben und schläft.«

Also war sie mit der Mutter gekommen, ja natürlich, das hatte er ja doch nicht denken können, daß dieses Kind etwa allein hier sei.

Es war ihm einen Augenblick lang ein unangenehmes Gefühl, daß noch jemand zu ihr gehöre. Es war so nett gewesen, sich allein mit ihr zu unterhalten. Aber schließlich konnte er nicht verlangen, daß das immer so sei.