„Wirklich!“ rief sie und leuchtete auf.
Aber sein Gesicht erhellte sich nicht. „Es sind noch lange Wege,“ sagte er.
Da erlosch auch der Strahl in ihren Augen.
Sie war von der Lehne aufgestanden und hatte sich in den Stuhl gesetzt. „Und was tun Sie indes?“
Er zuckte die Achseln: „Vorerst mich pflegen,“ sagte er, „und in drei Wochen nach Amerika fahren.“
„Schon wieder! so weit!“ entschlüpfte es ihr.
Und immer starrten sie sich mit ernsten, ausdruckslosen Augen an, indes ihre steinernen Masken ihre eigene Zwiesprache zusammen führten. „Ich kann mich nicht wohl dispensieren,“ sagte er; „meine Frau wünscht, daß ich sie begleite, und die Seereise ist mir ja zuträglich.“ — Sie nickte; und weil die Angst vor der Türe sie immer stärker würgte und immer mehr verstörte, wußte sie jetzt nichts besseres vorzubringen, als einen albernen Tratsch über eine Dame, die er früher flüchtig gekannt hatte und die sie beide in keiner Weise interessierte.
„Und denken Sie, jetzt läßt sie sich richtig scheiden,“ sagte Mariclée und stellte ihre Tasse verzweifelt wieder hin.
Da kam er ihr zu Hilfe.
„Wie lange werden Sie in London bleiben?“ unterbrach er sie, ohne eine Miene zu verziehen.