„Was kommt denn da drüben für ein Wagen auf uns zu?“ fragte sie und strengte ihre Augen an.

„Mit dem können wir nicht fahren, das ist ein Wagen, der die Toten über Land fährt.“

„O!“ sagte Mariclée erschrocken (Aber Gott sei Dank! er fuhr ihnen ja entgegen).

Der Arzt schaute sich um.

„So, jetzt bin ich wieder im Bilde,“ meinte er. „Wir gehen nach jener Seite hin, der Mauer entlang, und kommen so bald auf den Platz.“

Aber wenn sie das taten, so hatten sie ja den Wagen im Rücken; er fuhr ihnen dann nach. Nimmermehr!

„Wir müssen uns hier leider trennen,“ sagte sie. „Ich gehe nach rechts.“

„Nein, nein! durchaus nicht,“ entgegnete er lebhaft. „Das wäre ein großer Umweg. Sie dürfen sich mir anvertrauen. Ich bin schon öfter hier gewesen und kenne die Gegend.“ Und er wollte voraus gehen. Aber nicht einen Schritt tat Mariclée nach dieser Richtung hin. Sie fühlte sich in ziemlicher Bedrängnis aber keinen Augenblick unschlüssig.

„Herr Doktor,“ sagte sie sehr förmlich, „ich danke Ihnen für Ihre Führerschaft, es war sehr gütig, mir Ihren Vormittag zu widmen, ich fürchte, daß ich Sie nur allzu lange aufhielt. Und nun adieu, auf Wiedersehen. Hier müssen sich leider unsere Wege trennen. Ich gehe nach rechts.“

„Wie meinen?“ sagte er. Seine Augen waren ganz klein geworden, und seine Nase trat jetzt mächtig hervor.