Die Blicke der Männer richteten sich in das Dunkel.
Sie sahen die Leuchtfeuer des Hafens, die Lichter von Odessa, auch die kleinen Lichter auf den Schiffen, die im Hafen ankerten.
Auf der See selbst aber war alles schwarz und dunkel.
„Ich sage es ja,“ rief Gregor plötzlich. „Es scheint noch nicht gelungen zu sein. Vielleicht ist der Matuschewsko zu hitzig vorgegangen und hat alles verdorben. Dabei haben wir ihm doch unablässig Vorsicht gepredigt, ihm ans Herz gelegt, nichts zu überstürzen. Hölle und Verdammnis, wenn Matuschewsko sich vorzeitig verraten hätte, oder gar in Gefangenschaft weilte!“
„Er verrät uns nicht,“ sprach Orloff, „ganz gewiß nicht, eher läßt er sich in Stücke schneiden.“
„Nun, darauf möchte ich nicht schwören,“ bemerkte Wassil, „Du kennst die Knute, Matuschewsko fürchtet das blanke Eisen nicht, wohl aber die Peitsche und wenn sie ihm damit zu sehr zusetzen, wenn sie ihn zuschanden schlagen, da möchte er doch alles verraten. Zum Teufel, wir müssen aufpassen. Dann sind wir unseres Lebens nicht mehr sicher!“
Orloff hatte bei den letzten Worten gar nicht mehr hingehört.
„Horcht,“ sprach er plötzlich. „Habt Ihr nichts vernommen?“
Die anderen verneinten.
„Mir war es doch so,“ entgegnete Orloff, „ich habe etwas gehört, als ob sich ein Mensch auf dem Dache befände. Es war wie ein dumpfes Keuchen und es war in unmittelbarer Nähe.“