5. Kapitel.
Die Ungeheuer der Tiefe.
So vergingen die Tage und die ebenso langen Nächte rasch dahin, Mors und Lindo gönnten sich nur die notwendigste Ruhe.
Die in dem Weltenfahrzeug befindlichen Leute mußten fortwährend nach dem Feuerberg Ausguck halten und nachsehen, ob sich nicht etwa die rote Laterne oder die rote Flagge zeigte.
Bis jetzt war aber nichts zu sehen gewesen. Die Gefahr lag also noch fern. Noch hatte der Professor das Warnungssignal nicht gegeben.
Inzwischen näherten sich die Reparaturarbeiten ihrem Ende. Die Verbindungen waren schon wieder hergestellt, aber nun kam die schwierigste Arbeit. Man mußte die neuen Gelenkstangen auf die in dem Weltenfahrzeug angebrachten riesigen Diamanten montieren.
Das geschah auch außerhalb des Fahrzeuges, dort waren sogar die wichtigsten Arbeiten zu verrichten, und die beiden Männer versahen ihre Aufgabe mit wahrem Feuereifer.
So lange die Sonne schien, brauchten sie kein künstliches Licht, aber sobald die Dunkelheit kam, arbeiteten sie mit ihren elektrischen Laternen.
Die Warnungssignale am Berge aber waren immer noch nicht erschienen.
Kapitän Mors glaubte schon, daß gar keine Gefahr drohe und daß das Ungewitter wieder vorübergezogen sei, vielleicht hatten die Spannungen, die der Professor an den Instrumenten beobachtet, schon wieder nachgelassen.
So war wieder einmal die kurze Nacht gekommen.