Kapitän Mors wußte, daß große Vulkanausbrüche gewöhnlich mit einem Aschenregen zu enden pflegen. So war es auf der Erde, so war es auch höchstwahrscheinlich auf dem neuen Planeten.

Er täuschte sich nicht, denn das fürchterliche Donnern ließ allmählich nach, das Krachen und Prasseln verstummte, der Boden zitterte nicht mehr so wie bisher, der Vulkan ging zur Ruhe.

Noch mußte man stundenlang ausharren und es wurde abwechselnd Nacht und Tag, aber dann konnte man das Weltenfahrzeug verlassen und sogar die Lufthelme zur Seite legen.

Freilich war die Luft noch immer dick und schwer, aber viel reiner als vor dem Vulkanausbruch, die ungeheuren Naturgewalten schienen die Wirkung eines Gewitters gehabt zu haben. Sie hatten die Luft gereinigt.

Dort aber am Todeskrater, wo das Fahrzeug gelegen, brodelte und kochte ein Feuersee, dort war die Lava hoch emporgestiegen, der Krater war vollständig ausgefüllt, später mußte dann diese brodelnde Masse erstarren.

Mit Bewunderung betrachteten die Mannschaften des Weltenfahrzeuges den genialen Führer, der sie alle vom Tode rettete und der jetzt, als wäre nichts geschehen, mit Star und Lindo die Arbeit am Lenkapparat fortsetzte.

Freilich hatte das Fahrzeug andere Beschädigungen erlitten.

Als es durch die unheimliche Maschine emporgehoben den Todeskrater verließ, war es ziemlich schwer, ja unsanft auf die Steine gestoßen. Die Röhren, welche die flüssige Luft im Fahrzeug verteilten, waren zum Teil verbogen, gequetscht, auch die Einrichtung für die Luftversorgung hatte gelitten.

Freilich reichte der Vorrat der verwendbaren Luft noch einige Zeit, aber eine Fortsetzung der großen Fahrt konnte vorerst nicht unternommen werden. Man mußte die vorhandenen Vorräte benutzen, um zunächst nach der Erde zurückzukehren. Die Fahrt nach dem Monde mußte von neuem unternommen werden.

Aber Kapitän Mors gehörte ja zu jenen Männern, die nie die Geduld verlieren, er wußte, daß dies, was er unternommen, von niemand anders auf der Erde geleistet werden konnte. Er hatte auch keine Veranlassung, alles, einem verzweifelten Spieler gleich, auf eine Karte zu setzen.