Er mußte immer in Bewegung bleiben, denn das Wasser sprudelte bald hier bald dort. Kochende Massen schossen von den Felsen herunter und zeitweise war alles in Dämpfen eingehüllt, so heiß, so glühend, daß man kaum zu atmen vermochte.

Mors hörte, wie die beiden Inder, die sich gerettet hatten, laut schrieen und jammerten.

Sie flehten zu Brahma, aber als von diesem Gott keine Hilfe kam, wurden die Männer in ihrem Aberglauben schwankend. Sie schrieen jetzt zu Mors, daß er ihnen helfen solle.

„Das ist besser, als wenn Ihr zu Euren Göttern schreit,“ rief der Luftpirat. „Haltet Euch nur an den Felsen fest und deckt Euch gegen die Wassermassen. Dann werdet Ihr schon mit dem Leben davonkommen. Aushalten, der Ausbruch geht schon vorüber.“

Mors irrte sich nicht.

Es dauerte allerdings eine Stunde, ehe die entfesselten unterirdischen Gewalten zu toben aufhörten.

Dann verstummte das Brausen und Zischen wie mit einem Zauberschlag, der Geyser schleuderte keine Wassermassen mehr empor und die eben noch überschwemmte Strecke wurde trocken, das emporsprudelnde Wasser durch die Felsspalten wieder in das Innere der Erde zurückströmte.

Am Boden aber lagen drei grauenvoll entstellte Körper, die drei Inder, welche im siedenden Wasser ein schreckliches Ende gefunden hatten.

Nelly war wieder zu sich gekommen und befand sich in den Armen des Kapitäns.

Anfangs schrie sie laut auf, da sie glaubte, daß sie sich noch in der Gewalt der Inder befände, die sie der Gottheit opfern wollten.