Dann aber erkannte sie ihren Retter.

„Sie sind plötzlich über mich hergefallen,“ stammelte Nelly. „Ich konnte nur einmal schreien. Dann wurde mir der Mund zugehalten.“

„Finsterer Aberglauben war es,“ sprach Mors. „Sie wollten Euch einer Gottheit opfern, um in ein hier vermutetes Paradies zu gelangen. Drei dieser Männer sind vom Verderben ereilt worden, und die beiden anderen werden ihre Strafe für ihre Unbesonnenheit und ihren Aberglauben später erhalten.“

Nelly bemerkte erst jetzt, daß ihr die Inder die Kleider abgerissen hatten und wollte vor Scham vergehen. Mors aber blickte gar nicht auf die reizvolle Gestalt, sondern rief nur den beiden noch immer zitternden Indern zu, daß sie ihm so schnell als möglich folgen sollten.

Dann zog der Luftpirat seinen blauen Uniformrock aus und deckte ihn als Kavalier über Nellys entblößte Arme und Schultern. So führte er die noch immer heftig Zitternde, von den beiden ganz niedergeschlagenen Indern gefolgt, zurück zur Sanddüne.

Dort war inzwischen das Weltenfahrzeug wieder nieder gegangen und die Besatzung wunderte sich sehr, als Mors, Nelly und die beiden Inder in einem solchen Aufzug zurückkehrten.

Nelly eilte rasch schamglühend in das Weltenfahrzeug, um sich mit neuen Kleidern zu versehen, während Mors hastig das eben erlebte Abenteuer erzählte.

Die beiden abergläubischen Inder, welche den Tod ihrer Gefährten mit angesehen hatten, mußten bittere Vorwürfe über sich ergehen lassen.

Terror aber brachte dem Kapitän eine besondere Nachricht.

Es war ihm gewesen, als hätte sich die furchtbare Anziehungskraft des Jupiter weit weniger geäußert als sonst und da entschloß sich Mors noch einmal in die Lüfte zu steigen.