Mors blieb ganz ruhig.
„Und wird der Zusammenstoß unabwendbar sein?“ fragte der Luftpirat.
„Das kann ich erst sehen, wenn wir oben anlangen,“ erwiderte der Professor. „Ich muß erst wissen, wie die Wechselwirkungen sind, in der diese Körper zueinander stehen. Und da sage ich, daß noch eine leise Hoffnung übrig ist, eine geringe Hoffnung, daß das Unheil noch einmal an der Erde vorübergeht. Aber das wird sich da unten auf der Erde entscheiden.“
„Es ist ganz so, wie ich mir gedacht,“ erwiderte Mors. „Damit habe ich von Anfang an gerechnet. Also wollen wir so schnell wie möglich den Kometen zu erreichen suchen. Und das wird am vierzehnten Tage unserer Fahrt geschehen. Vorwärts!“
Das war das einzige Gespräch, welches die beiden Männer über die Zukunft führten. Von diesem Zeitpunkte an redeten sie nicht mehr über das bevorstehende Geschick, sondern widmeten sich einzig und allein ihren Arbeiten.
Mors befand sich meist im Lenkraum, während der Professor bei seinen geliebten Instrumenten verweilte.
Die Fahrt selbst ging schnell und ohne Hindernis vor sich. Man kam dem rätselhaften Weltenkörper von Tag zu Tag näher.
Immer furchtbarer, immer drohender war der Anblick dieses Doppelkometen. Er schien allmählich einen großen Teil des Firmamentes zu bedecken.
Ein jeder andere hätte sich besonnen, die Fahrt fortzusetzen, denn man wußte ja gar nicht, welche Gefahren in der Nähe der Kometen drohten.
Aber Mors war nicht der Mann, der sein Unternehmen aufgab. Er setzte seine Reise fort. Mit unverminderter Geschwindigkeit sauste der „Meteor“ durch den Weltenraum dahin und näherte sich immer mehr und mehr den Riesen-Kometen, diesen schwebenden Vernichtern, die von der entgegengesetzten Seite kommend, gleichfalls mit großer Geschwindigkeit der Erdenbahn zustrebten.