Am Fürstenberge befinden sich mehrere Bergwerksgruben, so rechts von der Quelle die Fürstenberger Fundgrube, welche auf Eisenstein baut. Ferner links von der Quelle nach dem Dorfe Haide zu Himmlisch Heer und dann der Frischglückstolln. Nach Gottesgeschick zu auf der Wiese liegt der Mohrenstolln. Der schon oben erwähnte Marmorbruch befindet sich über dem Denkmale, auf der Spitze des Fürstenberges. Besitzer ist dermalen der Herr Erbrichter Stölzel zu Oberscheibe. Dieser Marmor zeichnet sich vorzüglich wegen seiner Festigkeit und Weiße aus. Da man aber immer nicht den gehörigen Gebrauch davon gemacht hat, so ist er jetzt sehr schwer zu gewinnen, und wird zu Kalk verbrannt. Nicht weit davon ist Kieselshoffnung, wo man Kupferkies gewinnt.

[23] s. Spangenbergs Mansfelder Chronik 559.

Albinus a. a. O. 269.

Fabric. Origg. Saxon. liber. 7.

[24] s. Oesfelds Landchronik. 2. Th. 65.

[25] In Adam Daniel Richters Annaberger Chronik. 1746. 1. Th. 1. St. pag. 6. steht folgendes geschrieben: »Es ist ein geschickter, kunstreicher Mann gewesen, mit Namens, Peter Rosenkrantz, in das Kloster Grünhain gehörig, welcher noch am Leben gewesen, als der Schneeberg (1471.) aufkommen. Dieser Rosenkrantz und Kuntz von Kauffungen sind stets beisammen gewesen, und als Kuntz von Kauffungen die jungen Fürsten von dem Schlosse Altenburg wollen wegstehlen, hat ihn Rosenkrantz sehr gewehret, er sollte es nicht thun, es würde ihm Leib und Leben kosten. Welches auch hernach geschehen ist.« –

[26] Kam erst 1459 zu Sachsen, indem Georg Podiebrad, König von Böhmen, seiner Tochter Sidonia die Herrschaft Schwarzenberg als Morgengabe bei ihrer Vermählung mit dem Herzog Albrecht (derselbe, den Kunz von Kauffungen geraubt hatte) mitgab. Schwarzenberg wurde damals Schwarzenburg genannt. s. Lunigs deutsches Reichsarchiv. Part. spec. cont. I. B. 6. Der ersten Contin. 1. Forsetz. pag. 232. s. a. Richter a. a. O. pag. 28. –

[27] Grünhain ist eine kleine Bergstadt im Königreich Sachsen im Kreisdirektionsbezirk Zwickau, im Amte Grünhain, an der Chaussée nach Chemnitz gelegen. Sie ist offen, amtsässig und der Sitz des Amtes Grünhain. 153 Häuser mit 1389 Einwohner (1839) enthaltend. Die Stadt liegt untern 30° 28′ der Länge und 50° 34½′ bis 35′ der Breite. 1⅛ St. NNOlich von Schwarzenberg, 1 St. von Elterlein und 3 St. von Annaberg; östlich 2¼ Stunde von Scheibenberg, 2 St. von Schlettau und 3 St. von Geier; 1 St. südlich von Zwönitz; 1½ St. SOlich von Lößnitz; 1½ St. von Aue und 3 St. von Schneeberg OSOlich, gegen 2000 par. Fuß über dem Meere. – Wo dermalen das Amthaus mit seinem sogenannten Klostergarten steht, stand früher ein Cistercienser Kloster, welches 1142 (nach Weinarts weiter unten angeführten Schrift: um das Jahr 1170, indem es in diesem Jahre mit Cistercienser Mönchen, aus dem Kloster Sittichenbach, und dieses 1141 aus dem Kloster Walkenreden besetzet worden sei), nach Andern 1236 gegründet und 1536 wieder aufgehoben wurde. Von den Aebten des Grünhainer Klosters sind nur noch folgende bekannt: Abt Nicolaus 1443, Liborius 1456, Johann Funk (Johannes) 1475, Paul Morgenstern von Zwickau, Gregorius Küttner 1517, Johannes (Göpfert) der letzte Abt 1533, wurde dann 1536 lutherisch, heirathete und zog nach Schlettau. s. Oesfeld historische Beschreibung von Lößnitz (1777) II. pag. 65–76. – Erb- und Lehnbrief Ottocari, Königs von Böhmen, an das Kloster Grünhain v. Jahre 1261 (in den unschuldigen Nachrichten, 1725, pag. 529.) – Summarischer Extract eines diplomatischen Manuscripts vom Kloster Grünhain (s. Horn's Handbibliothek II. pag. 304–19.) – Beschreibung von Grünhain vom Pastor Schreiter in Elterlein (s. Erzgebirg. Boten. 1808. pag. 218–24.) – M. Freibergs gelehrte Grünhain. Dresden 1737. 4. 2. Bogen. – Altes aus allen Theilen der Geschichte C. I. pag. 415. – Schoettgen et Kreyssig diplomat. II. No. 17. – Tobias Schmied in Chron. Cygnea Part. I. Cap. 4. pag. 18 u. 19. – Ecksterm. in Chron. Walkenred. pag. 48. – Schmied dict. Chron. Part. poster. in Annal. 1429. pag. 189. Weinarts Rechte u. Gewohnheiten der beiden Markgrafthümer Ober- und Niederlausitz. Leipzig; 1793. 1. Th. pag. 512. – Richter a. a. O. 1. Th. 1. Stück 1746. pag. 6. u. dessen 2. Th. 1. Stück. 1748. pag. 33. – Schumann a. a. O. 3. Band. pag. 602–610. u. 16. Band, pag. 561–575. –

[28] Nach Albinus a. a. O.; Groschupf (Oratio degentis Trillerianae ortu, progressu et insignibus) und nach Dr. Daniel Wilhelm Trillers, sächsischer Prinzenraub, hat Prinz Albrecht sich gestellt als habe er einen so heftigen Hunger und Durst, daß er erst selbigen stillen müsse, ehe er weiter reiten könne.

[29] s. Tenzels curieuse Bibliothek. 2. Repositor. 744. – Richters, Chemnitzer Chronik. 2. Th. 1. Stück pag. 34. –