[30] Der Kurfürst ließ sie auf seine Kosten umgießen und die ganze Darstellung des Prinzenraubes nebst des Köhlers Bildniß darauf prägen. Allein sie sprang 1530 abermals und wurde 9 Jahre nachher eingeschmolzen. –
[31] Nach Albinus a. a. O. war es nur ein Vorwand, indem der Prinz schon die Köhler von weiten gesehen hätte. –
[32] Wahrscheinlich sagt Schreiter a. a. O.: brannten sie die Kohlen für die Schmiede in Geier und wurden von ihnen mit Brod ausgelohnt. Auf diese Vermuthung bringt mich Oesfeld, welcher im Schömburgischen Kalender vom Jahre 1798 schreibt: »Zur Auflösung dieses Zweifels verhilft mir ein Kaufbrief über den der hiesigen Kirche und Hospital zu Lößnitz gehörenden Grünwald, daß derselbe an den Schmiedewald grenze. Der Name des Schmiedewaldes rührt von den Geierschen Schmieden her, welche das Holz darauf gekauft und zu Kohlen haben brennen lassen. Da Geier eine alte Bergstadt ist, (erbaut im Jahre 1395. Richters Annaberger Chronik. Th. 1. pag. 8.) welche eher als die umliegenden Orte gestanden hat: so muß auch das Handwerk der Schmiede dort zahlreich und wohlhabend gewesen sein, dazu die Bergschmiede anbei viel müssen beigetragen haben. Da sie nun auf dem Schmiedewalde in einer Entfernung von 3 Stunden haben kohlen lassen; so ist es wahrscheinlich, daß sie auch solches auf dem Fürstenberge haben thun lassen können. (Der Fürstenberg hieß früher Schmiedewald.) Nimmt man nun an, daß dieses geschehen sei, so läßet es sich erklären, daß sie auch die Köhler mit Brod versorgt haben, folglich der Bruderssohn des Georg Schmidts in Geier und nicht in Grünhain das Brod hat holen lassen.« –
Wenn nun die Herrn von Schönburg den Schmieden zu Geier Erlaubniß ertheilten, im Schmiedewald Kohlen zu brennen, so ist Oesfelds Vermuthung ganz richtig, daß sie ihnen auch am Fürstenberge auf demjenigen Hartensteinischen Theil, der ihnen damals noch gehörte, diese Erlaubniß ertheilen konnten. – s. Vulpius l. c. §. 24. –
Die Hartensteiner und des Grünhainer Klosters Besitzungen lagen nämlich damals sehr untermengt untereinander.
[33] Schweinitz soll wirklich nach Albrecht einen Schwerdtstreich geführt haben. s. Albinus a. a. O. pag. 270. –
[34] Man schlägt nämlich mit einem Messer, das bei den Bergleuten und Köhlern Zschörper heißt, auf das Eisen einer Holzaxt und der Schall davon ist sogleich allen Köhlern ein Zeichen, daß Gefahr vorhanden sei. –
[35] D. Triller a. a. O. 77. sub lit. R. und Fabricius in Origg. Sax. lib. VII.
[36] Daß Liborius, Abt zu Grünhain im Jahre 1455 gewesen ist, sieht man daraus, indem Horn in seiner Handbibliothek pag. 316 einen Auszug aus einer Urkunde, die Abt Liborius in demselben Jahre ausgestellt hat, liefert. – Die ganze Urkunde aber findet man in Historia diplomatica Abbatiae Grunhaynensis. §. 55., welches Werk in Schoetgenii et Kreysigii scriptoribus Hist. Germ. med. aevi. Tom. II. 526.–569. eingerückt ist. – Eine andere Urkunde dieses Abtes von 1456 enthält Wellers Altes aus allen Theilen der Geschichte. 4tes Stück 417. –
[37] Mehrere Geschichtsforscher wollen behaupten, daß er in Grünhain übernachtet hätte. –