»Wir Marcgreve Friedrich von Meisen, pfalicggreve von sachsen etc. bekenne an diesem brive, daß wir uns mit unsern liben burgeren von Vriberc underredet haben, alshi nach geschriben stet. Unser gesworen sullen gewaldic sin unser recht czu rungnen unde czusecren alliz daz uns unsir stat und unsern bercwerke nuzce ist, unde was wir mit im überkumen, daz sal nimand wider reden. Wenn sie uns dazc gelobt haben, so gelobe wir in daz wider, daz sie irs liebes, irs gutes nummer ane varn sule vor uns sin Vorwirket sich ymand yen uns, das wollen wir eugen unde teidiegen nach irme rate. Daz wir diz gancz und stete halden. Das geb mir in diesen Brief besigelt mit unserem Insigeln. Unde der ist gegeben nach Gotes geburt, Tusend jar, zweihundert jar, in dem vir unde neucegistene jare, an denen tage der ufart unsers herrengotes.« –

(Dieses Privilegium befindet sich im Theatr. Freiberg. 169.; in Klotzschens Ursprung der Bergwerke in Sachsen 283. –

Eigentlich war dies nur ein Bestätigungsbrief eines Privilegiums, das schon Heinrich der Erlauchte dem Rathe zu Freiberg gegeben hatte, welches auch Klotzsch in der jetzt genannten Schrift. pag. 281. hat abdrucken lassen, wo es unter andern heißt:

volumus, ut siquid in Vriberc vel inmontibus judicandum sit vel tractandum, quod hoc fiat coram Advocato et illis viginti quatuor burgensibus nostris de Vriberc.

Friedrich erweiterte aber nachher dies Privilegium und verstattete dem Rath zu Freiberg zu richten, nicht blos was dem Bergwerk, sondern auch Ihm und der Stadt zum Nutzen gereichen würde.)

[55] Nach der damaligen Strafe für den Menschenraub. s. Freiberger Stadtrecht, Cap. 5 und 22.

Sachsenspiegel. Band 2. Art. 13.

Sächs. Weichbildrecht. Art. 112.

jedoch wahrscheinlich ohne Haltung von Acten hierüber, mithin auch ohne eine vorher stattgefundene Defension.

s. Schreiter a. a. O. pag. 176. ff.