[56] Die Hauptquelle dieser Begebenheit ist das Kurfürstliche, schon angeführte Manifest. – Zu den ältern von Häberlein in seiner Reichshistorie. Th. 6. pag. 333. not. f. angeführten Geschichtsschreiber sind:
Kammermeister l. c. Adpend. ad Annales Vet. Cell. ap. Mencken. Th. 2. pag. 428. und Ursinus in Chron. Thuring. pag. 1332.
(der aber verschiedene Irrthümer enthält) beizufügen. Manches Einzelne der Erzählung findet man erst in spätern Geschichtsschreibern, besonders beim Albinus a. a. O. pag. 267. ff.
[57] Engelhardt a. a. O. 1 Bd. pag. 31. schreibt davon folgendes: Als Kunz von Kauffungen Oberster bei den Nürnbergern war, waren dieselben 1449 mit dem Markgrafen von Brandenburg Albrecht III., in offene Fehde gerathen. Kunz erwarb sich dabei viel Ruhm, und es war Schade, daß er ihn durch eine unedle Handlung herabwürdigte. Am St. Gregorius Abend in der Fasten kam es zwischen den Nürnbergern und dem Markgrafen in einem Walde zu einem hitzigen Gefecht. Kunz von Kauffungen kämpfte mit fünfzig reißigen Schützen, die er anführte, so wacker, daß er den Markgrafen selbst gefangen bekam. Behielt er ihn, wie es seine Pflicht als Kriegsoberster der Nürnberger forderte, so hatte die Fehde gleich ein Ende und dem Blutvergießen war auf beiden Seiten gesteuert. Allein der gewinnsüchtige Kunz ließ ihn gegen ein tüchtiges Lösegeld heimlich wieder los und so wurde denn die Fehde mit Erbitterung fortgesetzt. –
Diese That meinte er in seiner letzten Stunde auf dem Schaffote. – s. auch Christ. Schoett. – gen. l. c. pag. 334. –
[58] Albinus a. a. O. pag. 373.
Wegen des Dorfes findet sich Verschiedenheit der Angabe. s. Schoettgen praetermissa pag. 14.
[59] s. Vulpius l. c., welcher die Belohnungen und Wohlthaten ausführlich beschreibt.
[60] Gegenwärtig beziehet dieses Gnadenkorn der Herr Pastor Triller in Negelstädt, 1. Stunde von Langensalza an der Unstrut und mithin im thüringer Kreise des königlich preußisch gewordenen Antheiles von Sachsen gelegen. Früher bezog dieses Deputat der Tuchmacher Johann Samuel Triller in Saalfeld. s. Schreiter a. a. O. pag. 95.
[61] Eckardsbach, Eckersbach ist ein unmittelbares Amtsdorf im Amte Zwickau, ¼ Stunde nordöstlich von Zwickau. Es besteht aus 15. Häusern und über 100 Einwohnern, welche nach Zwickau in die St. Moritzkirche eingepfarrt sind. Das Freigut in Eckardtsbach haben viele mit dem Kretzscham zu Rothensehma verwechselt, allein Schreiter a. a. O. pag. 74 ff. hat solches sehr gründlich widerlegt.